Fast 90% der Landfläche Libyens liegt in der Sahara. Während die Sahara einerseits einer der faszinierendsten Teile der Erde ist, ist sie andererseits natürlich ein lebensfeindlicher Ort, mit extremen Temperaturen, gefährlichen Sandstürmen und giftigen Tieren.

Neun Millionen km² Fläche – damit ist die Sahara die größte Trockenwüste der Welt und ungefähr so groß wie die USA. Obwohl man die Sahara meist mit viel, viel Sand verbindet, macht der Sandwüstenanteil nur etwa 20% der Fläche aus. Zum Großteil besteht die Sahara aus Stein- und Geröllwüste.

Wegen ihrer Erscheinung trägt die Sahara auch ihren Namen. Das arabische Wort ṣaḥrā bedeutet Wüste. Die Tuareg im Süden der Sahara bezeichnen die Sandwüste dort als Ténéré, was soviel heißt wie “Land da draußen”.

Und das Land da draußen in der Sahara ist wirklich bemerkenswert. Zum einen findet man vor allem in den Anteilen von Libyen und Algerien an der Sahara Bodenschätze wie Erdöl und -gas.

In der Wüste selbst findet man die bizarrsten Steinformationen und -strukturen, die eine morbide Faszination ausstrahlen, die immer wieder Reisende in ihren bann zieht. Natürlich lockt auch die Einsamkeit und Weite der Sahara. Nicht umsonst unternehmen Abenteuerlustige Fahrten in die Wüste.

Des Weiteren gibt es in der Sahara einige Oasen, die auch einen Besuch wert sind. Ghadames zum Beispiel, eine Oasenstadt im Westen Libyens war einst ein wichtiger Handelspunkt und zählt heute zu den UNESCO Weltkulturerben. In Ghadames fühlt man sich wie in den Geschichten aus “Tausendundeiner Nacht” und genauso mystisch ist auch die Verwendung der Zahl sieben in der Stadt – sieben Stadtviertel mit sieben Stadttoren und sieben in Ghadames wohnhaften Clans. Noch heute leben dort Berber, darunter auch Tuareg.

Die Tuareg, die wohl jedem ein Begriff sein werden, sind ein Wüstenvolk, das hauptsächlich in der Sandwüste der Sahara lebt. Schätzungsweise gibt es heute noch eine Millionen Tuareg, die meist in Nomadenstämmen in der Wüste leben.

Faszinierend an den Tuareg sind vor allem ihre Lebensart und ihre Kultur. Zum Schutz vor bösen Geistern tragen die Tuareg Amulette und magische Zeichen. Auch das Teetrinken ist, so wie in der gesamten Sahelzone, sehr wichtig. Trinkt man als gast drei Gläser Tee, steht man unter dem persönlichen Schutz des als sehr gastfreundlich geltenden Volkes. Zu den Tuareg gibt es unglaublich viel zu erzählen, jedoch gibt es auch sehr viele Bücher, die sich mit dem Nomadenvolk beschäftigen.

Im Vorfeld einer Reise in die Sahara kann man sich also durchaus einmal ein Buch über die Tuareg durchlesen. Auch Reiseberichte von anderen Sahara-Reisenden sind interessant. Überhaupt benötigt ein solches Abenteuer sehr viel Vorplanung. Ohne Führer, der sich in der Wüste auskennt, wird man wahrscheinlich nicht sehr weit kommen. Die Sahara ist schließlich immer noch ein lebensfeindlicher Ort mit Temperaturen von bis zu 60°C.