In der Gegend von Germa in Um al Maa liegen die Mandara-Seen. Wie Edelsteine liegen die Seen mitten in der Wüste. Je nach Grundwasserspiegel entsteht hier eine Oasenlandschaft. Teilweise werden die Seen sogar von heißen Quellen gespeist, was einem ein wohliges Badegefühl beschert, voraussichtlich man ist nicht empfindlich gegen Mücken und den hohen Salzgehalt der Mandara-Seen.

Dattelpalmen stehen rund um die 15 Mandara-Seen. Wie in den Geschichten von Tausendundeiner Nacht fühlt man sich in dieser Oase. Die Einsamkeit der Wüste spürt man auch hier, bei den Mandara-Seen trifft man aber auch ab und an andere Wüstenbewohner.

Ein geländefähiges Fahrzeug ist aber auf jeden Fall notwendig, um die Mandara-Seen zu besuchen. Wer schon einmal in einer Wüste unterwegs war, weiß, wie wichtig ein Allradantrieb ist. Und der Reifenwechsel im weichen Dünensand kann zu einer echten Herausforderung werden.
Die Fahrt geht durch die Sandwüste der Sahara und wer in Richtung Um al Maa unterwegs ist, sollte sich die Oase nicht entgehen lassen.

Um einen der Seen befindet sich eine verlassene Siedlung. Noch bis in die 80er Jahre lebten hier noch Menschen, die heute aber in andere Dörfer umgesiedelt wurden. Eine Straße über die umliegenden Dünen zur Versorgung des Dorfes zu bauen, wäre schlichtweg zu aufwendig gewesen. Angeblich wird aber die Moschee in dem verlassenen Dorf noch betrieben.

Die Menschen, die einst rund um den See gelebt haben, nannte man Daouadas – “Wurm-Esser”. Dabei aßen die Menschen hier eine Art Krebs, die in den Seen lebt. Bei den Tuareg waren diese Krebse, neben Natron aus den Seen und Datteln ein beliebtes Tauschmittel und das Oasendorf war auf solche Tauschhandel dringend angewiesen.

An den touristisch “besser erschlossenen” Seen gibt es sogar ein paar Imbissbuden, die anderen Seen sind so gut wie menschenleer. Dieses Gebiet rund um die Mandara-Seen ist also ein perfekter Oft um die Einsamkeit der Wüste zu genießen und sich zu entspannen.

Baden, Wandern und die natürliche Schönheit der Mandara-Seen zu genießen ist eine wahre Wohltat. Um das ganze auch unbeschwert erleben zu können, sollte man sich einen Führer suchen, der sich im Wüstengebiet auskennt. Nach Karte zu fahren, kann sich als schwierig erweisen, da die Dünen durch den Wind wandern.

Von einer dieser hohen Dünen aus auf die Mandara-Seen und die umliegende Wüstenlandschaft zu blicken ist ein wahres Erlebnis. Wie eine Fata Morgana liegt die Oase im Tal, ein grüner Fleck mitten in der unwirklichen Sandwüste.

In den zahlreichen Reiseberichten, die man vor einer Sahara Reise auf jeden Fall einmal durchlesen sollte, werden die schönsten Erlebnisse rund um die Mandara-Seen beschrieben. Die natürliche Schönheit muss wirklich sehr überwältigend sein.